
Grafschafter Vierer fährt zum besten DM Ergebnis
Für die 4er Kunstradformation des Grafschafter Rad- und Motorsportvereins Moers waren die Deutschen Hallenradsportmeisterschaften der Höhepunkt der Saison. Im bayerischen Sulzbach erreichte das Quartett mit Platz fünf die beste DM Platzierung, die die Formation bisher geschafft hat.
Der Weg nach Sulzbach führte über den internationalen Deutschland Cup in Mönchengladbach. Dort sicherten sich Lina Marcella Beckers, Franziska Milbrandt, Alina und Anika van Zütphen mit Platz fünf das Ticket für die Deutschen Hallenradsportmeisterschaften.
Für den Deutschland Cup war das Quartett bereits am Freitagabend gemeinsam mit Trainer Bernd Haeser angereist, um sich mit den Bedingungen in der Krahnendonkhalle vertraut zu machen. Am Samstag präsentierten die vier ihr rund fünfminütiges Programm vor der internationalen Jury. Nach einem konzentrierten Start kam es zu einem Sturz. Dadurch verlor die Formation wichtige Sekunden, fand danach aber schnell wieder in ihren Rhythmus.
Die gezeigte Leistung reichte am Ende für Platz fünf. Mit ihrer Punktzahl blieben die vier nur knapp unter ihrer bisherigen Bestleistung und qualifizierten sich damit für die Deutschen Meisterschaften.
In Sulzbach standen insgesamt neun Mannschaften am Start. Mit ihrer eingereichten Schwierigkeitspunktzahl lagen die Moerserinnen zunächst auf Platz fünf. Entsprechend war das Ziel, diesen Platz zu halten.
Das gelang. Das Quartett absolvierte sein anspruchsvolles Programm sturzfrei. Einige Abzüge gab es bei der Synchronität und wegen kleiner Wackler. Nach ihrem Auftritt stand zunächst sogar Platz eins auf der Anzeigetafel.
Vier nachfolgende Mannschaften hatten allerdings eine höhere Schwierigkeit eingereicht und konnten die Grafschafterinnen noch überholen. Damit stand am Ende Platz fünf fest.
„Auch wenn wir uns über eine neue Bestleistung gefreut hätten, können wir stolz auf unsere Leistung sein. Schließlich ist es die beste Platzierung, die wir in dieser Formation bisher jemals auf einer DM erreicht haben“, sagt Anika van Zütphen.
Viel Zeit zum Zurücklehnen blieb danach nicht. Während die weiteren Wettbewerbe liefen, setzten sich die vier Sportlerinnen gemeinsam mit ihrem Trainer zur Videoanalyse zusammen und besprachen bereits die nächsten Trainingseinheiten.
„Nach der Deutschen ist man irgendwie immer direkt viel motivierter ins Training zu gehen und Neues zu probieren, um in der nächsten Saison noch stärker anzugreifen“, sagt Franziska Milbrandt.
Für die vier Grafschafterinnen ist die Saison damit mit ihrem bislang besten DM Ergebnis in dieser Formation zu Ende gegangen.
